Die Freilandfarm

Unsere Philosophie

Als IP-Suisse Betrieb arbeiten wir nicht ausschliesslich nach wirtschaftlichen Erfolgsprinzipien. Wir führen unseren Betrieb so, dass unsere Lebensgrundlagen Boden, Luft und Wasser auch für unsere Zukunft erhalten bleiben. Als Grundanforderung gilt der Ökologische Leistungsnachweis des Bundes. Wir halten die vertraglich geregelten Richtlinien ein, machen Aufzeichnungen zur Betriebsführung, verpflichten uns zur Weiterbildung und akzeptieren regelmässige Kontrollen. Folgende Regelungen umfassen unseren ganzen Betrieb:

  • Wir halten strenge Bestimmungen in den Bereichen Ackerbau und Tierhaltung ein.
  • Wir nutzen zum Schutze der Natur nicht die gesamte Fläche wirtschaftlich, sondern belassen und pflegen auch Teile des Landes naturnah, um die Artenvielfalt zu erhalten.
  • Wir lassen unseren Betrieb jährlich kontrollieren und zertifizieren.

Wir streben eine möglichst naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung unserer Böden an, um die natürlichen Lebensgrundlagen auch für zukünftige Generationen zu sichern. Um qualitativ hochwertige Produkte zu erzeugen und ertragreiche Böden zu erhalten setzen wir zugelassene Pflanzenschutzmittel nur ein, wenn die entsprechenden Schadschwellen erreicht sind. Unser Motto lautet: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Auf Insektizide verzichten wir konsequent.

Unser Name ist Programm

Als Freiland wird gemeinhin der Raum ausserhalb einer Siedlung beschrieben. Im Speziellen wird heute das offene Gelände in Abgrenzung zum Wald als Flur oder Freiland bezeichnet. Das Freiland umfasst die landwirtschaftlich genutzte Fläche und verschiedene Formen des Brachlands. Da wir genau diese Flächen auf unserem Betrieb bewirtschaften, lag die Bezeichnung Freilandfarm für uns nahe. In der Vergangenheit wurde die Gesamtheit des Freilandes übrigens in kleinräumigere Landschaftsteile wie Wiesen oder Äcker unterteilt, die dann eine eigene Flurbezeichnung erhielten. Die Parzellen der Freilandfarm liegen innerhalb der Fluren "Oberfeld", "Bergacker" und "Moos".

 

Die Tatsache, dass sämtliche unserer Produkte ihren Ursprung im Freiland haben ist ein weiterer Grund für die Wahl des Namens. Unsere Mutterkühe fressen nur hofeigenes Raufutter in Form von Gras, Heu und Silage. Dieses Raufutter produzieren wir im Freiland für die Zeit ausserhalb der Vegetationsperiode. Von Mai bis November halten sich die Tiere täglich im Freiland auf und nehmen dort einen wesentlichen Bestandteil ihrer Futterration in natürlicher Weise auf der Weide zu sich. Dass unsere Ackerkulturen wie der Weizen, die Kartoffeln oder der Quinoa im Freiland kultiviert werden ist selbstverständlich. Aber auch unsere Pilze wachsen - notabene auf hofeigenem Holz als Substrat - im Freiland und können dadurch ihren natürlichen Geschmack entfalten. Die Hühnerhaltung dient momentan nur zur Eigenversorgung mit frischen und natürlichen Eiern - aber in Zukunft planen wir auch hier den Direktverkauf von Freilandeiern ab Hof. Der Begriff "Freiland" zieht sich also wie ein roter Faden durch als unsere Betriebszweige.


Unsere Geschichte

Die 7. Generation - Niklaus und Verena Bütikofer-Bigler

Die ersten 10 Jahre züchteten Niklaus und Verena im bestehenden Anbindestall Milchkühe der Rasse Holstein. Da die Milchproduktion aufwändig blieb, die Erträge aber stetig sanken, folgte im Jahr 2000 die Umstellung auf Mutterkuhhaltung. Dafür wurde ein für die Rinder artgerechter Laufstall eingerichtet und in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt, in denen die Tiere ihr artspezifisches Verhaltensrepertoire ausleben können. So gibt es seither einen Fressplatz, einen Laufhof und eine Liegehalle mit Tiefstreu. Beim Fressplatz und in der Liegehalle wurden separate Abteile eingerichtet, in denen sich die Kälber in der Gruppe austoben können. Etwas später strichen Niklaus und Verena aufwändige Ackerkulturen wie Kartoffeln oder Zuckerrüben aus der Fruchtfolge, da auch hier Aufwand und Ertrag immer weniger in einem ausreichenden Verhältnis zueinander standen. Auch die Schweinehaltung wurde eine Zeit lang weitergeführt, mit der Umstellung auf Mutterkuhhaltung aber ebenfalls aufgegeben. Gleichzeitig begann Niklaus in der Frühe einem Nebenerwerb nachzugehen, um die entfallenen Einnahmen der reduzierten Betriebszeweige zu kompensieren. Seither ist Verena unter der Woche jeden Tag im Stall und versorgt die Mutterkuhherde, während Niklaus in dieser Zeit ausserhalb des Betriebs arbeitet und den Stalldienst am Nachmittag und den Wochenenden übernimmt.

Die 6. Generation - Paul und Emmi Bütikofer-Aebi

Paul übernahm den Betrieb von seinem Vater Ernst per 1. April 1963. Auf dem Betrieb lebten zu dieser Zeit rund 10 Milchkühe, 6 Rinder, 4 Kälber, 5 Mutterschweine und 20 Mastschweine sowie 20 Hühner. Daneben hielten die Kinder ein Dutzend Kanninchen, um so ihr Sackgeld aufzubessern. Im Inventar erscheinen bereits motorisierte Maschinen wie ein Traktor der Marke Bührer mit Mähbalken und ein Motormäher. Auch für die damlige Zeit moderne Maschinen wie der unten abgebildete Kartoffelgraber oder eine Bodenfraise waren schon im Einsatz. Daneben wurden aber immer noch viele Arbeiten von Hand oder mit Pferden ausgeführt. Paul modernisierte den Betrieb weiter und erstellte unter anderem eine neue Schweinescheune, die im Jahr 1967 fertigestellt wurde. Die Abrechnungen weisen sogar noch die damaligen Stundenlöhne aus. Sie betrugen Fr. 9.90 für einen gelernten Maurer und Fr. 8.80 für einen Handlanger. Die grösste Änderung für den Betrieb brachte die Güterzusammenlegung vom 20. September 1986 mit sich. Anlässlich dieses Datums wurden die vormals 17 Bewirtschaftungsparzellen zu zwei grossen, zusammenhängend Parzellen auf dem "Oberfeld" und "Bergacker" zusammengelegt. Diese bilden auch heute noch die landwirtschaftliche Nutzfläche der Freilandfarm.

Paul mit seinen Kindern Sonja, Niklaus und Robert (von links nach rechts) am Bodenstutz.

Diesmal übernahm Tochter Sonja das Steuer und hielt den Samro auf Kurs durch das Kartoffelfeld. Paul im Hintergrund und Niklaus im Vordergrund sortierten mit Hilfe weiterer Familienmitglieder die Kartoffeln.

Getreideernte anno dazumal. Der Weizen wurde hier in Handarbeit zu Garben gebündelt und getrocknet. Anschliessend erfolgte das Ausdreschen auf dem Hofareal ebenfalls in Handarbeit mit Dreschschlegeln.

Eine prächtige Hühnerschar versorgte die Familie mit hofeigenen Eiern.

Paul nahm die Einstellungen am alten Samro vor und sackte die Kartoffeln ab, während weitere Familienmitglieder Steine und Erde aussortierten und Sohn Niklaus den alten Bührer steuerte.

Ein Mutterschwein und seine Ferkel geniessen den Auslauf auf der Weide.


Die 5. Generation - Ernst und Marie Bütikofer-Steffen

Vor dem ersten Weltkrieg vergrösserten Ernst und Marie den Betrieb um die noch heute bestehende Einfahrt und bauten unter der Einfahrt ebenfalls einen kleinen Schweinestall ein. In diesem lebten fortan 3 Schweine und 4 Ferkel. 1915 wurde der Stall erneuert und vergrössert. Die Stundenlöhne für Polier und Meister betrugen 70 Rappen - für einen Handlanger 50 Rappen. Im Stall lebten die 9 Milchkühe Bethli, Gurt, Rösi, Sense, Taube, Kander, Regina, Schwalbe und Wolga sowie die 6 Rinder Grittli, Leni, Rosmarie, Freude und Diana. Zudem mästete die Familie noch die zwei Kälber Waldi und Sepp. 1930 wurde die heute noch sichtbare Gartenmauer hochgezogen - die Stundenlöhne der Maurer betrugen nun Fr. 1.70 - ein Handlanger wurde mit Fr. 1.30 pro Stunde verrechnet. 1932 wurde ein Stallanbau realisiert und die Jauchegrube vergrössert. Auch nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde die Bautätigkeit weitergeführt und der Betrieb nahm weiter an Grösse zu. 1943 erfolgte der Bau einens neuen Schweinestalls und drei Jahre später wurde die Jauchegrube erneut vergrössert. Die Stundelöhne betrugen nun Fr. 2.55 für einen Maurer und Fr. 2.10 für einen Handlanger.

Marie und Ernst mit ihren drei Töchtern Marianna, Verena und Katharina (von links nach rechts) sowie ihren beiden Söhnen Paul und Ernst (ebenfalls von links nach rechts).

Die 4. Generation - Ernst und Elise Bütikofer-Bütikofer

Ernst und Elise heirateten im Jahr 1878.

Die 3. Generation - Jakob und Elisabeth Bütikofer-Lehmann

Jakob Bütikofer lebte von 1838-1907 auf dem Hof an der Dorfstrasse 48 in Kernenried. Seine Frau Elisabeth - geborene Lehmann - erblickte 10 Jahre nach Jakob im Jahr 1847 das Licht der Welt und lebte bis 1922. Ihre gemeinsame Tochter Elise Bütikofer wurde 1878 geboren und blieb ihr einziges Kind, weshalb der Chorrichter-Hof bei der Eheschliessung mit Ernst im Jahr 1878 auf unseren Ast des Stammbaums der Bütikofers überging.

Die 2. Generation - Jakob und Elisabeth Bütikofer-Glauser

Dieser Text ist noch in Arbeit.

Die 1. Generation - Hans und Anna Bütikofer-von Ballmoos

Hans lebte von 1758-1817 als Landwirt auf dem Betrieb in Kernenried. Zusammen mit seiner 16 Jahre jüngeren Frau Anna - geborene von Ballmoos (1774-1814)- gründete er ab 1798 eine Familie. Diese umfasste seine vier Töchter Barbara, Marie, Elisabeth und Verena sowie Sohn Jakob (vgl. 2. Generation oben). Neben seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit amtete Hans als Chorrichter, was unseren Übernamen "Chorriters" erklärt. Aufgrund der vielen Kernenrieder Familien mit dem Namen Bütikofer erhielten diese nämlich alle einen eigenen Übernamen wie z. B. "Chorrichters" oder "Stock-Chläises". Die Abbildung links zeigt unser Familienwappen.

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| Freilandfarm | Familie Bütikofer | Dorfstrasse 48 | 3309 Kernenried | +41 79 727 40 21 | info@freilandfarm.ch |

| IBAN: CH74 0900 0000 1535 9967 2 | BIC: POFICHBEXXX |

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